Die Auswahl an Grillgewürzen ist riesig. Dabei ist es egal, ob Sie lieber würzige, pikante und feurige Grillgewürze mögen oder ob Sie die süße und exotische Variante bevorzugen. Doch die ideale Gewürzmischung müssen Sie nicht zwingend im nächsten Supermarkt kaufen, denn viele Gewürze und Zutaten für Ihr ideales Grillgewürz haben Sie vermutlich selber schon in Ihrer Küche. Mit nur 17 Grundzutaten können Sie nämlich die bekanntesten Grillgewürzmischungen der Welt zaubern.

 

Grillgewürze

  1. Infografik Grillgewürze
  2. Grundzutaten und Gewürze
  3. Wann wird gewürzt?
  4. Was wird gewürzt?
  5. Würzmischungen rund um die Welt
  6. • Cajun Rub
    • Kansas City Rub
    • Texas-Würzmischung
    • Barbecue-Würzmischung
    • Slap ya Mama
    • Jerk Melange
    • Schuhbecks Mischung
    • Italienische Mischung
    • Curry-Mischung

  7. Fazit

 

Infografik Grillgewürze

Grillgewürze
Grillgewürzmischungen aus aller Welt – Eine Infografik von raima-grill.de

 

Grundzutaten und Gewürze

Als Zutaten für Ihre Grillgewürze benötigen Sie zunächst Salz und Paprikapulver, wobei Paprika für „süßer Pfeffer“ steht, weshalb es auch die milde „Edelsüß“ und die scharfe „Rosenpaprika“-Variante gibt. Hinzu kommen Cayennepfeffer, also gemahlenes Chili, und normaler Pfeffer, die dem Grillfleisch in Kombination eine einzigartige Pfeffernote verleihen. Achten Sie bei den Pfeffersorten auf ganze Pfefferkörner, denn diese halten lange frisch und bleiben geschmacksintensiv – im Gegensatz zur gemahlenen Variante, die sich nur drei Monate hält. Auch Zucker spielt beim Würzen eine Rolle, wobei Rohrzucker ideal ist. Hinzu kommen der krampflösende und kreislaufanregende Zimt und Currypulver. Weitere Einzelgewürze sind zudem die getrockneten Kräuter Thymian, Oregano, Rosmarin und Bohnenkraut. Des Weiteren benötigen Sie für Ihre hochwertige Würzmischung drei Zutaten: Ingwergranulat, welches Sie alternativ durch eine aphrodisierende und heilwirkende Ingwerknolle austauschen können, Zwiebelgranulat und Knoblauchgranulat, welche Sie jeweils durch frische Zwiebeln bzw. Knoblauchzehen ersetzen können. Insgesamt sind also nur drei der insgesamt 17 Gewürze tatsächlich selten anzutreffen, was Sie jedoch nicht von Ihrer selbst hergestellten Grillgewürzmischung abhalten sollte. Die noch fehlenden Gewürze für Ihre Kräutermischungen sind Kreuzkümmel, Koriandersamen, die bei Gelenkschmerzen, Erkältung und Durchfall helfen, sowie Senfsaat, wovon es 40 verschiedene Sorten gibt.

Die herzhafte Mischung können Sie natürlich auch mit weiteren Gewürzen verfeinern, so schmecken auch Majoran, Petersilie und Rosmarin zu den fleischigen und vegetarischen Gerichten. Um den richtigen Geschmack für Ihren Salat oder den Reis zu zaubern, können Sie weitere Gewürze einsetzen, wie zum Beispiel Schnittlauch, Cajun und Basilikum. Auch mediterrane Öle eignen sich hervorragend für Ihre Gewürzmischung und verleihen ein leckeres Aroma. Zur geeigneten Grillgewürzmischung samt Fleisch schmeckt dann auch ein kühles Bier.

Wenn Sie einen ganz feinen Geschmack erleben wollen, sollten Sie bei Ihrer Grillgewürzmischung das Meersalz nicht vergessen. Ideal ist hierfür eine Salzmühle, die das Salz besser auf dem Fleisch oder den vegetarischen Produkten verteilt. Verfeinern Sie das Grillgut nach dem Erhitzen zudem mit Fleur de Sel, der Salzblume. Dadurch erleben Sie einen besonders feinen Geschmack. Würzen Sie allerdings nicht zu intensiv, denn Salz ist zu circa 77 Prozent bereits in der Nahrung versteckt. Mit 18 Gramm verbraucht der Durchschnittsdeutsche pro Tag jedoch mehr als dreimal so viel, wie von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird.

 

Wann wird gewürzt?

Fleur de Sel kommt vor allem beim Nachwürzen zum Einsatz. Erst wenn das Fleisch bereits seine spezielle Note durch die Grillkohle erhalten hat, würzen viele Steakfans ihr Fleisch. Dabei wird nicht nur Salz, sondern auch schwarzer Pfeffer aus der Mühle verwendet. Doch auch bevor Sie Ihr Grillgut auf den Holzkohlegrill, den Elektrogrill, den Gasgrill oder den Smoker legen, können Sie das Fleisch würzen. Das geschieht bis zu zwei Tage vor dem eigentlichen Grillen und nennt sich marinieren. Beim Trockenmarinieren kommt es darauf an, das Grillfleisch so gut wie möglich mit den Grillgewürzen einzumassieren. Aus diesem Grund finden Sie bei vielen Mischungen auch den Zusatz „Rub“ vor, der so viel wie „reiben“ bedeutet. Doch auch während Ihr Fleisch auf den Grillrosten über der Holzkohle liegt, können Sie es würzen.

 

Was wird gewürzt?

Auf den deutschen Grills landet vor allem eines: Fleisch. Fast alle Deutsche (94,3 %) legen Würstchen auf ihren Rost, gefolgt von Schweinefleisch und Steaks (87,6 %). Zu den unterschiedlichen Fleischsorten zählen hierbei vor allem Spareribs, Schweinenacken-, Schweinebauch-, Lamm- und Rindersteaks. Auch zu Frikadellen verarbeitetes Hackfleisch wird von den Deutschen genauso gerne gegrillt wie Grillgerichte mit Rind und andere Spezialitäten mit Rindfleisch. Geflügel (72,2 %) findet auf dem Grill ebenfalls Verwendung, wie als Chicken Wings, Brathähnchen, Putenfleisch oder auch als Spieße vom Hähnchen. Genauso gerne werden Folienkartoffeln (72,2 %) gegrillt, die als Beilage zu den klassischen Grillspezialitäten zum Einsatz kommen. Solche Kartoffelgerichte können Sie praktisch mit dem Grillfleisch kombinieren und so leckere Speisen kreieren. Doch neben dem Grillfleisch wird auch Gemüse (50,2 %) vom Grill immer beliebter. Es lohnt sich hier, neue Gerichte zu probieren, die mit einer speziellen Grillmischung verfeinert werden können. Für Feinschmecker ist zum Beispiel einer Zitrone-Thymian-Mischung empfehlenswert. Diese können Sie auch bei gegrilltem Fisch (46,10 %) einsetzen, wie beispielsweise beim Lachs vom Grill oder anderen Fischgerichten. Meeresfrüchte, wie Krabben, Hummer oder Garnelen, werden mit 17 Prozent zwar nur selten gegrillt, können aufgepeppt mit anderen Lebensmitteln jedoch das Grillgut um leckere Rezepte erweitern. Die Herstellung von Gourmet-Grillgewürzen eignet sich sowohl für lang- als auch für kurzgebratenes Fleisch. Selbst ohne das passende Grillzubehör, Grillbücher oder großartiges Grillwissen können Sie Grillgewürze zubereiten und neue Grillmarinaden entdecken.

 

Würzmischungen rund um die Welt

Wenn die Grillsaison begonnen hat, würzt jeder Teil der Welt anders. Echte Profis im Grillen sind die Amerikaner, die als Mutterland des Barbecues eine große Auswahl an Würzmischungen bereithalten. Ursprünglich handelte es sich beim Barbecue um eine spezielle Garmethode, heutzutage ist damit jedoch die Grillparty selbst gemeint. Ein klassisches Barbecue besteht in Nordamerika aus Spareribs, Pulled Pork und Beef Brisket, die vorzugsweise auf dem Smoker zubereitet werden. Es wundert nicht, dass die Amerikaner spezielle Grillgewürze entwickelt haben, um das BBQ-Fleisch schmackhafter zu machen. In unserer Infografik finden Sie die besten Barbecue-Grillsaucen aus Nord- und Mittelamerika, die Sie sich anhand der Zutaten selbst zusammenmischen können.

 

Cajun Rub

Bei dieser BBQ-Gewürzzubereitung wird das Fleisch bis zu zwei Tage vorher eingerieben. Die Gewürzmischung aus Louisiana ist typisch für Pulled Pork, Spareribs und Beef Brisket und passt damit sowohl zu Rind und Schwein als auch zu Geflügel und Fisch sowie zu Lamm und Kaninchen.

 

Kansas City Rub

Auch mit dieser BBQ-Grillsauce marinieren Sie das Fleisch bis zu zwei Tage vorher. Die Grillgewürze eignen sich am allerbesten für Spareribs sowie für sämtliche Gerichte mit Schwein.

 

Texas-Würzmischung

Diese BBQ-Grillmarinade können Sie wenige Stunden vor dem Grillen einmassieren oder gleich während des Grillvorgangs. Die Gewürzzubereitung passt gut zu Gerichten mit Rind, Schwein, Lamm und Geflügel. Sie können aber auch Fisch und Kaninchen hiermit würzen.

 

Barbecue-Würzmischung

Diese Marinade wird meist für Rind-, Schwein-, Lamm- und Kaninchen-Gerichten zubereitet. Sie können die Barbecue-Gewürzzubereitung ebenfalls einige Stunden vorher oder währenddessen verwenden.

 

Slap ya Mama

Die Barbecue-Gewürzmischung aus Louisiana wird zum Verfeinern von Rind- und Schweine-Gerichten genauso verwendet, wie zum Marinieren von Lamm und Geflügel sowie Fisch und Kaninchen. Die Marinade sollten Sie wenige Stunden vorher oder während des Grillvorgangs nutzen.

 

Jerk Melange

Die kreolische BBQ-Gewürzsauce ist zum Braten von Schwein, Geflügel und Fisch geeignet und verleiht dem Grillgut vor und während der Zubereitung einen besonderen Geschmack.

Nicht nur die Amerikaner, sondern auch die Europäer sind für Ihre selbst hergestellten Marinaden zum Verfeinern von Fleischgerichten bekannt. Auch europäische Frauen und Männer genießen Grillgewürz-Empfehlungen zu ihrem gebratenem Fleisch.

 

Schuhbecks Mischung

Diese Gewürzmischung stammt vom ungekrönten Gewürzpapst Alfons Schuhbeck aus München. Der Sternekoch verwendet seine Marinade, um Rind, Schwein und Lamm vorher oder während des Grillens zu würzen.

 

Italienische Mischung

Ebenfalls vorher oder währenddessen kommt die italienische Mischung zum Einsatz. Sie passt gut zu Lamm, Geflügel, Fisch oder Kaninchen.

Beliebt sind neben den BBQ-Saucen auch klassische Gewürzzubereitungen aus Asien. Diese werden vorwiegend mit Curry zubereitet, dessen Pulver aus bis zu 50 Gewürzen gemischt wird.

 

Curry Mischung

Die Curry-Mischung eignet sich am besten kurz vor dem Auflegen auf den Grill und verfeinert sowohl Fisch- als auch Fleisch- und Lamm-Gerichte.

 

Fazit

Das Zubehör für eigene Grillgewürze liegt meist schon bereit und kann aus unterschiedlichen Gewürzmühlen gewonnen werden. Grillgewürze sind vielfältig einsetzbar und heizen dem Grillgenuss richtig ein.